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Japanese Keyword Hack: japanische Seiten auf der eigenen Website erkennen

Japanische Zeichen in den eigenen Google-Ergebnissen, Seiten, die Sie nie angelegt haben - und beim Aufruf der eigenen Website ist nichts zu sehen. Diese Kombination hat einen Namen.

Verlassen Sie sich nicht auf den eigenen Augenschein
Google wird an dieser Stelle deutlich: Angreifer versuchen, Sie glauben zu machen, die Seite sei verschwunden oder bereits repariert, obwohl sie es nicht ist - sie verstecken den Inhalt vor Ihnen. Prüfen lässt sich das mit dem Tool zur URL-Prüfung in der Search Console: Es zeigt den verborgenen Inhalt.

Was bei diesem Hack passiert

Google beschreibt das Muster so: Es entstehen massenhaft neue Seiten mit automatisch erzeugtem japanischem Text, abgelegt in Ordnern mit zufällig wirkenden Namen - Google nennt als Beispiel eine Adresse der Form example.com/ltjmnjp/341.html. Zu Geld gemacht werden die Seiten über Partnerlinks zu Shops mit gefälschter Markenware. Ihre Domain erbringt die Ranking-Leistung, das Geld verdient jemand anderes.

Was das mit Joomla zu tun hat

Der Hack hängt nicht an einem einzelnen System. Sucuri hält fest, dass er jede Website treffen kann, und nennt WordPress, Drupal, Joomla und Magento. Google wird in der Search-Console-Hilfe konkreter: Unter Hacked: Content injection führt Google das Ausnutzen einer Schwachstelle in der eingesetzten Software als einen der typischen Wege auf - als Beispiel nennt Google ausdrücklich eine ältere, unsichere Version von Drupal, Joomla! oder WordPress. Im April 2026 hat Sucuri einen Joomla-Fall ausführlich veröffentlicht: Ganz oben in der Datei index.php der Website saß stark verschleierter PHP-Code, der als Fernsteuerung arbeitete - er nahm Kontakt zu einem fremden Server auf, meldete Angaben über die Website und ließ die Antwort entscheiden, was Besucher zu sehen bekamen. Der Angreifer konnte das Verhalten jederzeit ändern, ohne die Dateien noch einmal anzufassen.

Sechs Prüfungen, die Sie selbst durchführen können

  1. Die eigene Domain mit site: suchen

    Geben Sie site:ihre-domain.de in ein normales Google-Suchfeld ein. Sie sehen, was Google zu Ihnen im Index hat - untergeschobene Seiten eingeschlossen.

  2. Den Bericht Sicherheitsprobleme in der Search Console öffnen

    Er behandelt gehackte Inhalte, also alles, was ohne Ihre Erlaubnis auf Ihrer Website platziert wurde.

  3. Nachsehen, wer Eigentümer der Property ist

    Google nennt das als typisches Zeichen: Bei diesem Hack trägt sich der Angreifer häufig selbst als Eigentümer Ihrer Search-Console-Property ein, und zwar laut Google, um durch das Verstellen Ihrer Einstellungen - etwa Geotargeting oder Sitemaps - den eigenen Gewinn zu steigern. Google ist an dieser Stelle sehr deutlich: Wenn Sie eine Benachrichtigung erhalten, dass jemand Unbekanntes Ihre Website in der Search Console bestätigt hat, spricht vieles dafür, dass sie gehackt wurde.

  4. Den Bericht zur Seitenindexierung ansehen

    Ein deutlicher Anstieg der indexierten Seiten, ohne dass Sie etwas veröffentlicht haben, passt zum Muster - bei diesem Hack entstehen Seiten massenhaft.

  5. Den Leistungsbericht nach Suchanfragen filtern

    Japanische oder andere fremdsprachige Suchbegriffe, die nichts mit Ihrem Angebot zu tun haben, sind ein klares Zeichen dafür, dass Sie für fremde Inhalte gefunden werden.

  6. Sitemaps und robots.txt prüfen

    Siehe den Abschnitt unten - und beachten Sie, dass ein Sitemap-Eintrag für sich genommen noch nichts beweist.

Ein Joomla-Detail, das man kennen sollte

Die robots.txt, die Joomla mitliefert, enthält keine einzige Sitemap:-Zeile - sie besteht aus einem Kommentarblock, einer User-agent-Zeile und fünfzehn Disallow-Zeilen. Steht in Ihrer robots.txt also eine Sitemap-Angabe, stammt sie aus einer Erweiterung, aus einer eigenen Änderung oder von jemand anderem. Gehen Sie mit diesem Hinweis vorsichtig um: Eine Sitemap-Zeile ist völlig normal und harmlos, viele SEO-Erweiterungen tragen sie ein. Auffällig ist sie nur, wenn niemand erklären kann, woher sie kommt. Die Prüfung dauert zehn Sekunden - rufen Sie ihre-domain.de/robots.txt im Browser auf.

Wie Sie ihn wieder loswerden

Die Reihenfolge ist wichtiger als das Tempo. Schließen Sie zuerst den Weg hinein, sonst stehen die Seiten kurz darauf wieder da. Entfernen Sie danach, was untergeschoben wurde. Erst dann kommt Google an die Reihe: Im Bericht Sicherheitsprobleme stoßen Sie nach der Bereinigung auch die erneute Überprüfung an. Sehen Sie sich außerdem Ihre Sitemaps an - Google weist darauf hin, dass Angreifer häufig eine vorhandene Sitemap verändern oder zusätzliche anlegen, damit ihre Adressen schneller in den Index kommen.

Aufräumen ist nur die halbe Arbeit
Solange der Weg hinein offen bleibt, steht dasselbe in wenigen Tagen wieder da. Aktualisieren Sie Joomla und jede Erweiterung und gleichen Sie Ihre Installation mit der offiziellen Liste verwundbarer Erweiterungen ab.

Quellen & weiterführende Links

Maßgeblich sind stets die offiziellen Angaben des jeweiligen Herstellers. Diese Seite fasst öffentlich verfügbare Informationen neutral zusammen.